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Abrasive Partikel

Abschleifende, abtragende Partikel, Anwendung in manchen Oberflächenreiniger für Kontaktlinsen.

 

Absorption

Einlagern von Substanzen in Materialien oder Geweben, z.B. Inhaltsstoffe aus Kontaktlinsenpflegemittel in Kontaktlinsenmaterial.

 

Acanthamoeba

Einzellige frei lebende Lebewesen (Protozoen), Vorkommen im Erdreich, Wasser (Salz- und Quellwasser, Trinkwasser), Speichel; Problemkeim der Kontaktlinsenhygiene, humanpathogen (Acanthamoeba-Keratitis)

 

Adsorption

Physikalische Bindung von gelösten Stoffen oder gasen an Feststoffe.

 

Akkommodation

Fähigkeit des Auges, Nahobjekte deutlich abzubilden.

 

Albumin

Protein, das im Blutplasma und auch in der Tränenflüssigkeit als Tränenfilmprotein am häufigsten vorkommt.

 

Allergie

Krankhaft veränderte Reaktion des Organismus durch von körperfremden Substanzen ausgelöste Antikörperbildung; starke Überempfindlichkeit, z.B. gegen Berührung der Haut oder Schleimhaut mit gewissen Stoffen wie Blütenpollen, Eiweißen, Arzneimitteln, Nahrungsmitteln, Kontaktlinsenpflegemitteln.

 

Aminosäure

Kleinste Bauteile von Proteinen

 

 

Analgetika

Schmerzmittel

 

Anduran

Material zur Herstellung harter Kontaktlinsen, besteht aus CAB (Celluloseacetobutyrat) und EVA (Ethylenvinylacetat).

 

Anisometropie

Ungleiche Fehlsichtigkeit beider Augen (z.B. kann ein Auge rechtsichtig, das andere kurzsichtig sein). Vorteilhaft mit Kontaktlinsen zu korrigieren, mit Brille unterschiedlich große Bilder auf der Netzhaut, auch kosmetisch ansprechendere Korrektur durch Kontaktlinse.

 

Antigen

Substanz, die in einem Organismus eine Immunreaktion (Immunantwort) auslöst; bindet sich an den Antikörper.

 

Antikörper

Schutzproteine, die körperfremde Substanzen (Antigene) chemisch binden. Verantwortlich für die Immunantwort.

 

antiviral

Hemmung vor Viren

 

Aphakie

Linsenlosigkeit (meist nach der Operation des „Grauen Star“, selten angeboren).

 

Aspergillus niger

Pilz, ubiquitär verbreitet, gefürchtet als Problemkeim in der Kontaktlinsenhygiene. Erreger von Mykosen am Menschen (Aspergillose)

 

asphärisch

„nicht-kugelig“, die Hornhaut hat keine kugelige (sphärische)
Oberfläche, sondern flacht zum Rand hin ab. Asphärische Kontaktlinsen haben eine der Hornhaut angepasste Rückfläche.

 

Astigmatismus

Stabsichtigkeit, man unterscheidet einen „äußeren“ und einen „inneren“ Astigmatismus des Auges. Der äußere entsteht an der Hornhautvorderfläche, der innere im Inneren des Auges.

 

Bakterien

Einzellige Kleinstlebewesen, Größe 0,2-1,5mm.
Auffälliges Merkmal: Vorkommen einer Zellwand.
Vertreter sind sehr häufig Krankheitserreger.

 

bakterizid

Bakterienabtötend

 

Benzalkoniumchlorid

BAK, BAC, Ouaternäre Ammoniumverbindung, wichtiges Konservierungsmittel für Ophtalmika und Pflegesysteme für formstabile Kontaktlinsen

 

Bifokal

Brillenglas, Kontaktlinse oder Intraokularlinse mit zwei Brechkräften für Ferne und Nähe zur Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie)

 

Biguanid

Gruppe moderner Konservierungsstoffe für den Einsatz in der Kontaktlinsenhygiene

 

Biofilm

Komplex auf Kontaktlinsen, Behälter etc., bestehend aus Mikroorganismen in einer nährstoffhaltigen Matrix. Überlebensstrategie von Mikroorganismen unter schlechten Bedingungen zu überdauern.

 

Biokatalysator

Biologischer Wirkstoff, der biochemische Vorgänge steuert ohne dabei verbraucht zu werden; Enzyme sind Biokatalysatoren

 

Brenztraubensäure

Chemische Verbindung, Verwendung in Kontaktlinsenpflegemitteln zur Neutralisation (Zersetzung) von Wasserstoffperoxid (veraltete Technik) wegen begrenzter Neutralisationskapazität.

 

CAB

Celluloseacetobutyrat, Kunststoff zur Herstellung harter Kontaktlinsen

 

Calciumcarbonat

Anorganische Ablagerungen auf Kontaktlinsen, vorzugsweise durch die Verwendung von Leitungswasser oder Einnahme bestimmter Medikamente hervorgerufen, weiße, diffuse Schleier auf der Kontaktlinse mit unscharfen Rändern.

 

Calciumphosphat

Anorganische Ablagerungen auf Kontaktlinsen bei Verwendung von Leitungswasser oder Einnahme bestimmter Medikamente, klar abgrenzende milchig-weiße Flecken

 

Candida albicans

Häufig auftretender Pilz , Erreger von Schleimhaut - mykosen (Candidosen)

 

Chelat, Chelatbildner

Chemische Verbindung, die mit bestimmten Metall – Ionen wasserlösliche Komplexe eingeht. z. B. EDTA (Ethylendiamintetaacetat) , Verwendung zur Stabilisierung von Lösungen.

 

Chlorhexidin

Chemische Verbindung, Konservierungsstoff, gehört zur Verbindungsklasse der Guanidine.

 

Chlorobutanol

Chemische Verbindung, Konservierungsstoff Anwendung in der Ophtalmika und Kontaktlinsenpflegemittel

 

CMC

Carboxymethylcellulose; Substanz, die aufgrund ihrer sehr guten benetzenden Eigenschaften in Nachbenetzungslösungen und Tränenersatzmitten verwendet wird.

 

Copolymer

Mischpolymer; Polymer, bei dem unterschiedliche Monomere verwendet wurden.

 

Cornea

Hornhaut (des Auges)

 

Dehydratation

Entzug von Wasser „ austrocknen“

 

Denaturierung

Zerstörung der Sekundär-, Tertiär- und Ouartärstruktur (räumliche Struktur) von Proteinen (Gerinnung) durch verschiedene chemische oder physikalische Einflüsse.

 

Desinfektion

Abtötung oder Inaktivierung aller pathogenen (krank - machenden) Keime

 

Desorption

Umkehrung der Adsorption; Abspaltung eines adsorbierten Stoffes; in der Kontaktlinsenhygiene: Ablösung von organischen Ablagerungen auf Kontaktlinsen durch Tenside.

 

Dioptrie

Maßeinheit für die Brechkraft von optischen Linsen; die Brechkraft (in Dioptrien angegeben) ist der Kehrwert der gemessenen Brennweite in Metern

 

D-Wert

Dezimale Reduktionszeit; eine Zeit in Minuten, die benötigt wird; um eine bestimmte Ausgangskeimzahl unter genau definierten Bedingungen um eine Zehner-Potenz (also 90%) herabzusetzen.

 

DK-Wert

Maß für die Sauerstoffdurchlässigkeit eines (Kontaktlinsen-) Materials (Permeabilität); je höher der DK-Wert ist, desto größer ist die Sauerstoffdurchlässigkeit des betrachteten Materials

 

DK / L- Wert

Maß für die Sauerstoffdurchlässigkeit eines Materials in Abhängigkeit von der Mittendicke (Transmissibilität)

 

EDTA

Ethylendiamintetaacetat, Chelatbildner ein Molekül, das Ionen (z. B. Calcium) „ einfängt“ dient der Stabilisierung einer (Kontaktlinsen-) Lösung

 

Enterobakterien

Gram-negative stäbchenförmige Bakterien; E. Coli ist ein wichtiger darmbewohnender Vertreter; viele Enterobakterien sind Krankheitserreger

 

Enzyme

Auch „ Fermente“ genannt; in Lebenden Zellen (tierischen und pflanzlichen Ursprungs) gebildete, aber auch genetisch herstellbare organische Verbindungen, die als „ Biokatalysatoren „ biologische Vorgänge im Organismus steuern; in der Kontaktlinsenhygiene werden sie zur Entfernung von Proteinablagerungen und zur „ Neutralisation“ von Wasserstoffperoxid verwendet.

 

Epithel

Oberste bzw. äußerste Zellschicht von z. B. Binde- und Hornhaut

 

Escherichia Coli

Bacterium coli; natürlicher Darmbewohner von Warmblütern (u. a. Mensch) mit geringen Nährstoffansprüchen. Verantwortlich für Harnwegsinfektionen, Appendizitis, Wundinfektionen und Sepsis.

 

Essentiell

Für den Organismus unverzichtbare Substanzen, die der Körper nicht selber herstellen kann und deshalb mit der Nahrung zugeführt werden müssen, z.B. Vitamine, die in der Kontaktlinsenhygiene als unbedenkliche Indikatorsubstanzen verwendet werden können.

 

Exzentrizität

In Bezug auf Hornhaut und Kontaktlinse wird hiermit mathematisch der Abflachungsgrad ihrer inneren Konturen bestimmt, abgeleitet vom variablen Abstand des Mittelpunktes einer Ellipse; die Hornhaut gleicht in den meisten Fällen eher einem Ellipsoid („Ei“) als einer kugeligen Oberfläche.

 

FDA

„Food and Drug Administration“, die US-amerikanische Gesundheitsbehörde, die u. a. für die Zulassung von Kontaktlinsenpflegemitteln zuständig ist.

 

Fluoreszein

Farbstoff, der zur Bewertung des Sitzverhaltens von formstabilen Kontaktlinsen und des Hornhautepitels verwendet wird.

 

fungistatisch

Hemmung des Pilzwachstum

 

fungizid

Pilzabtötend

 

Gasdurchlässigkeit

Wichtige Materialeigenschaft; kann durch Austrocknung der Kontaktlinse am Auge (reduzierter Tränenfilm – „Trockenes Auge) oder Ablagerung (Lipid-, Proteinablagerung) reduziert werden.

 

Globuline

Heterogene Gruppen von Proteinen in der Tränenflüssigkeit; wichtigste Proteine sind die Immunglobuline, welche für die Antikörperbildung verantwortlich sind.

 

Glykosidase

Enzym; das Zuckerverbindungen spalten kann (z.B. Amylase)

 

GMA

Modernes Material für weiche Kontaktlinsen, besitzt ein gesteigertes Wasserbindungsvermögen bei gleichzeitig reduzierter Verdunstungsneigung; wird momentan bei der Versorgung von Personen mit reduziertem Tränenfilm empfohlen.

 

GPC/GPK

„Gigantopapilläre Konjunktivitis / Conjunctivitis“; auch „ Pflasterstein-„ oder Proteinkonjunktivitis genannt ; Augenbindehautentzündung, die überwiegend bei Kontaktlinsenträgern auftritt; als Ursachen sind sowohl allergische als auch mechanische Reaktionen bekannt; im Endstadium stark ausgeprägte Papillen auf der tarsalen Oberlidbindehaut.

 

H2O2

chemische Bezeichnung für Wasserstoffperoxid

 

HEC

Hydroxyethylcellulose Substanz mit benetzenden und vikositätserhöhenden Eigenschaften

 

HEMA

Hydroxyethylmethyacrylat; das erste wasseraufnehmende Kontaktlinsenmaterial (ca. 38%)

 

Herpes-Viren

Viren, die auch in der Tränenflüssigkeit und auf Kontaktlinsen vorkommen können

 

Hitzedesinfektion

Veraltetes Verfahren zur Desinfektion von Kontaktlinsen durch Hitze (kochen); wird heute auf Grund der Materialentwicklung nicht mehr empfohlen.

 

Hochhydrophil

Wasseraufnahmevermögen von Materialien (für weiche Kontaktlinsen) von mehr als 60%

 

Hornhauttopogramm

grafische Darstellung der gesamten Hornhautoberfläche (Auswertung von Messdaten der zentralen und peripheren Hornhaut)

 

HPMC

Hydroxypropylmethylcellulose; Substanz mit sehr guten benetzenden Eigenschaften, Einsatz in Kontaktlinsenpflegemittel.

 

Hyaluronsäure

Substanz, die u. a. in Kontaktlinsen – Nachbenetzungslösung verendet wird.

 

Hydration

Prozess der Wasseraufnahme

 

Hydrogel

Kunststoff, der Wasser aufnehmen kann und dadurch „weich“ wird.

 

Hydrophil

Wasseraufnehmend, wasserfreundlich, fettfeindlich

 

Hyperopie / Hypermetropie

Weit- oder Übersichtigkeit

 

Hyperton

Höherer Salzgehalt als in einer isotonischen Lösung (besitzt dadurch einen höheren osmotischen Druck als z.B. der Tränenfilm).

 

Hypoton

Niedriger Salzgehalt als einer isotonischen Lösung (besitzt dadurch niedrigeren osmotischen Druck als z.B. der Tränenfilm).

 

Infektion

Übertragung und Eindringen von Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Pilzen, Protozoen u. a.) in einen Makroorganismus (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm; die Infektion bildet die Vorraussetzung für die Entstehung einer Infektionskrankheit.

 

inkompatibel

unverträglich

 

Innentorus

torische Fläche auf der augenseitigen Fläche von z . B . Kontaktlinsen

 

Isotonie

gleiche Anzahl gelöster Teilchen zu einer entsprechenden Flüssigkeit (z. B. Tränenfilm).

 

isotonische Lösung

Lösung mit der gleichen Anzahl gelöster Teilchen im Vergleich zu einer Referenzlösung.

 

Jelly bumb

Kaum zu entfernende Mischablagerung, die überwiegend auf hochhydrophilen Kontaktlinsenmaterialien auftreten; der genaue Entstehungsmechanismus und die Zusammensetzung ist noch nicht vollständig geklärt; man weiß, dass diese Mischablagerung aus Proteinen, Lipiden, Calcium, Blutresten (aus Mikroblutungen) bestehen (können).

 

Joule

Physikalische Einheit der Energie (Arbeit, Wärmemenge); Es gilt: 1J=1m*1Kg/s2 (=1Nm=1Ws)

 

Kaltdesinfektion

Sammelbegriff für Verfahren zur Desinfektion von Kontaktlinsen, die chemische Verbindungen verwenden (Desinfektions- bzw. Konservierungsstoffe).

 

Katalase

Enzym, das Wasserstoffperoxid in Wasser und Sauerstoff spalten kann; „Neutralisation“ von Wasserstoffperoxid in der Kontaktlinsenhygiene.

 

Katalysator

Substanzen, die chemische Reaktionen auslösen oder beschleunigen, ohne dabei selbst verbraucht oder bleibend verändert zu werden; Verwendung in der Kontaktlinsenhygiene z.B. bei der Neutralisation von Wasserstoffperoxid oder Proteinentfernung.

 

Keratitis

Entzündung der Hornhaut

 

Keratokonjunktivitis

Entzündung von Bindehaut und Hornhaut

 

Keratokonus

Hornhautkegel, kegelförmige Verformung der Hornhautoberfläche.

 

Konjunktiva

Bindehaut

 

Konjunktivitis

Bindehautentzündung

 

Konservierung

Hemmung der Vermehrung und Verhinderung der Neuansiedlung von Keimen; ein keimarmer Zustand wird aufrecht erhalten.

 

Konservierungsstoffe

Chemische Substanz zur Konservierung z.B. zur Lagerung von Kontaktlinsen (beispielsweise PHMB (Polyhexamethylenbiguanid)

 

Kontamination

Verunreinigung, Verseuchung, Verschmutzung

 

Kornea

Auch Cornea; Hornhaut des Auges

 

Lactoferrin

Schutzprotein des Tränenfilms, wirkt antimikrobiell

 

Lipase

Enzym, das Fette (Lipide) in die Einzelbestandteile spaltet und deshalb in Reinigern Anwendung – findet.

 

Lipide

Fette; Bestandteile des Tränenfilms; können sich auf Kontaktlinsen ablagern; werden bei der manuellen Oberflächenreinigung entfernt.

 

Lipoide

Fettähnliche Substanzen, „ künstliche Fette“; stammen z. B. aus Kosmetika; lagern sich auf der Kontaktlinse ab.

 

lipophil

Fettfreundlich, in Fett löslich, wasserabstoßend

 

lipophob

Fettfeindlich, fettabweisend, wasserliebend

 

Lysozym

Protein, das auch in der Tränenflüssigkeit auftritt; wichtiges Schutzprotein, da es die Zellwand von Bakterien zerstört und dadurch bakterizid wirkt; Hauptprotein bei Proteinablagerungen auf Kontaktlinsen.

 

MA

Meth(yl)acrylsäure; Monomer für Kontaktlinsenmaterialien

 

Makromolekül

Riesenmolekül

 

Methylcellulose (MC)

Chemische Verbindung; in Kontaktlinsenlösungen als benetzende und viskositätserhöhende Komponente zugesetzt.

 

Mikrobizid

Mikroorganismen abtötend

 

Mikroorganismen

Sammelbegriff für unterschiedlichste Organismen; Kleinstlebewesen (z.B. Bakterien, Pilze, Protozoen, Viren)

 

Minimale Hemmkonzentration

MHK, Menge einer Substanz in ppm, die gerade ausreicht, um das Wachstum bestimmter Organismen zu hemmen.

 

Mizelle

Orientierung von Tensidmolekülen in wässriger Lösung, so das hydrophile Gruppen nach außen (in die wässrige Phase) und hydrophobe Gruppe nach innen ragen.

 

Monomer

Grundbaustein von Polymeren.

 

Monovision

Presbyopiekorrektur mittels Einstärkengläsern (oder Kontaktlinsen); ein Auge wird für die Ferne (meist das dominante Auge), das andere für die Nähe korrigiert.

 

Multifokal

Gleitsichtbrillenglas oder –kontaktlinse mit mehreren Brennweiten zur Korrektur der Presbyopie.

 

Muzin

Schleimstoff; Bestandteil des Tränenfilms.

 

Mykose

(Infektions-) Krankheit, die durch Pilze hervorgerufen wird.

 

Myopie

Kurzsichtigkeit

 

Nachbenetzung

Wichtiger Schritt in der Kontaktlinsenhygiene, wenn über Unverträglichkeitsreaktionen beim Tragen von Kontaktlinsen geklagt wird und dies auf einen Mangel an Tränenflüssigkeit zurückzuführen ist; möglichst unkonservierte Präparate verwenden.

 

NaCl

Kochsalz, Bestandteil von Kontaktlinsenpflegemitteln zur Isotonisierung der Lösung.

 

Negativlinse

Zerstreuungslinse, Minuslinse

 

Netzhaut

Retina, wandelt optische Impulse (Licht) in elektrische um, die über den Sehnerv in das Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet werden.

 

Neutralisation

In der Kontaktlinsenhygiene: Zersetzung von Wasserstoffperoxid zu Wasser und Sauerstoff (2 H2O2  2 H2O +O2)

 

Normalflora

mikrobielle Besiedelung des menschlichen Auges im pathologisch unauffälligen Zustand; dient als unspezifischer Abwehrmechanismus gegen pathogene Fremdkeime (Gesunderhaltung des Auges).

 

Nystagmus

neuroophthalmologische Erscheinung , rhythmisches Oszillieren der Augen, es gibt etwa 45 verschiedene Nystagmustypen

 

oberflächenaktive Substanz

Substanzen, die mit Oberflächen (z. B. Kontaktlinsen) wechselwirken, z. B. Tenside oder benetzende Substanzen

 

Oberflächenreiniger

Kontaktlinsenlösung zur Entfernung lipophiler Ablagerungen von Kontaktlinsen bei der manuellen Reinigung der Kontaktlinsen.

 

Oberflächenreinigung

Wichtiger Schritt der Kontaktlinsenpflege; durch die manuelle Oberflächenreinigung werden lipophile Ablagerungen von der Kontaktlinsenoberfläche entfernt.

 

Ödem

Wassereinlagerungen im Gewebe verbunden mit einer Aufquellung

 

Ophthalmika

Arzneimittel, die am Auge direkt angewendet werden (z. B. Tropfen, Salben, Gele)

 

Osmose

Diffusion eines Lösungsmittels (z. B. Wasser) einer Lösung höherer Konzentration durch eine Trennwand (semipermeable Membran), die für das Lösungsmittel – nicht aber für den gelösten Stoff durchlässig ist; Vorgang dauert solange an, solange ein osmotischer Druckunterschied vorhanden ist; übertragbar auf das System „ Kontaktlinse-Kontaktlinsenlösung“

 

Osmotischer Druck

Druck, der ein Lösungsmittel durch ein semipermeable Membran in eine konzentrierte Lösung drückt; entsteht durch verschieden hohe Salzkonzentrationen in den einzelnen Lösungen.

 

Oxidationsmittel

Gruppe von Wirkstoffen für z. B. Kontaktlinsenlösungen, deren desinfizierende oder konservierende Wirkung in der Oxidation von Bestandteilen der Mikroorganismen liegt; in der Kontaktlinsenhygiene z.B. Wasserstoffperoxid.

 

Pankreatin

Enzymgemisch, das meist aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen wird; wird in der Kontaktlinsenhygiene in einigen Proteinentfernern verwendet.

 

Papain

Pflanzliches Enzym zur Entfernung von Proteinablagerungen auf Kontaktlinsen.

 

pathogen

krankheitserregend

 

Perhydrol

Handelsbezeichnung für 3% Wasserstoffperoxidlösung

 

permeabel

durchlässig

 

Permeabilität

Durchlässigkeit eines Materials (z. B. Sauerstoffdurchlässigkeit eines Kontaktlinsenmaterials).

 

pH – Wert

Maß für Säure – oder Lauge- Grad einer Lösung

 

PHEMA

PolyHEMA , Polyhydroxyethylmethacrylat

 

PHMB

Polyhexamethylenbiguanid; moderner Konservierungsstoff für die Hygiene von Kontaktlinsen.

 

Physiologische Kochsalzlösung

Kochsalzlösung, die zum Einsatz am menschlichen Körper geeignet ist, z. B. als Abspüllösung in der Kontaktlinsenhygiene; z.B. 0.9% NaCL-Lösung, entspricht in ihrem Salzgehalt etwa dem des Tränenfilms.

 

Pilze

hefeartige oder mycelbildende Mikroorganismen mit z. T. hoher Pathogenität; die in der Kontaktoptik wichtigsten Vertreter sind z. B. Aspergillus niger oder Candida albicans.

 

Platin

Katalysator; wird in der Kontaktlinsenhygiene in einigen Produkten zur Neutralisation von Wasserstoffperoxid eingesetzt.

 

PMMA

Polymethylmethacrylat; Plexiglas, Acrylglas; erster Kunststoff zur Herstellung von Kontaktlinsen

 

Polymer

Makromolekül; durch Polymerisation von Monomeren entstanden, z. B. Kunststoffe

 

Polymerisation

Verfahren, bei dem viele Monomere zu einem Polymer verknüpft werden

 

ppm

Abkürzung für „ parts per million “ Konzentrationsangabe

 

Presbyopie

Altersweitsichtigkeit, Altersichtigkeit

 

Protease

eiweißspaltende Enzyme; in der Kontaktlinsenhygiene zur Entfernung von Proteinbelägen auf Kontaktlinsen verwendet.

 

Protein

Eiweiß; Makromolekül aufgebaut aus einzelnen Aminosäuren (Monomere)

 

Proteinablösung

Ablösen von locker anhaftenden Proteinen von der Kontaktlinsenoberfläche; nicht zu verwechseln mit der „ Proteinentfernung“ denaturierter Proteine

 

Proteinentferner

mit Hilfe proteolytischer Enzyme (z. B. Subtilisin, Pankreatin) arbeitende Tabletten oder Lösungen, die Proteinablagerungen von Kontaktlinsenoberflächen entfernen.

 

Proteinentfernung

Wichtiger Schritt der Kontaktlinsenhygiene; je nach Austauschrhytmus der Kontaktlinse ggf. einmal pro Woche notwendig

 

Proteolyse

Aufspaltung von Proteinen in kleinere Bestandteile, oft in die einzelnen Aminosäuren, z. B. durch Enzyme

 

Protozoen

einzellige tierische Lebewesen mit Zellkern, z. T. humanpathogen (am Auge beispielsweise Acanthamoeba)

 

Pseudomonas

hochinfektiöse humanpathogene Keime, häufig verantwortlich für Cornea – Ulzera, Problemkeim in der Kontaktlinsenhygiene

 

Puffer

Chemische Verbindung, die zur Einstellung und Aufrechterhaltung eines bestimmten pH-Wertes verwendet wird.

 

PVA

Polyvinylalkohol; chemische Verbindung, die in der Kontaktlinsenhygiene zur Benetzung und Viskositätserhöhung eingesetzt wird.

 

PVP

Polyvinylpyrrolidon; chemische Verbindung, die in der Kontaktlinsenhygiene zur Benetzung und Viskositätserhöhung eingesetzt wird.

 

Quats

quaternäre Verbindung zum Einsatz in der Kontaktlinsenhygiene als Konservierungsstoff

 

Quecksilber

Bestandteil in konservierenden bzw. desinfizierend wirkenden Molekülen, in der Kontaktlinsenhygiene z. B. Thiomersal

 

Radikale, freie

besonders Reaktionsfähige Variante von Molekühlen oder Atomen, enthalten ungepaarte Elektronen. Wirksamkeit von z. B. Wasserstoffperoxid in der Hygiene beruht auf der Aktivität von „freien Radikalen“.

 

Reinigung, enzymatisch

Umschreibung für „Proteinentfernung“

 

Reinigung, intensiv

„Intensivreinigung“; besonders intensive Reinigung bei stark verschmutzten Kontaktlinsen, Anwendungen besonders aggressiver Substanzen; findet ausschließlich beim Kontaktlinsenanpasser oder beim –Hersteller statt.

 

Reinigung, manuell

Bei der ggf. täglich durchzuführenden manuellen (Oberflächen-) Reinigung werden lipophile Ablagerungen von der Kontaktlinsenoberfläche entfernt.

 

REM

Rasterelektronenmikroskop

 

Restastigmatismus

Verbleibender Astigmatismus nach Aufsetzen von formstabilen oder weichen Kontaktlinsen; Korrektur ggf. durch torische Kontaktlinsen.

 

Retina

Netzhaut

 

Salze

Substanzen, die beispielsweise in Kontaktlinsenpflegemitteln zur Einstellung der Isotonie der Lösung verwendet werden, z. B. NaCL (Kochsalz)

 

Sauerstoffdurchlässigkeit

Qualitätsmerkmal moderner Kontaktlinsenmaterialien, sichert die notwendige Sauerstoffversorgung der Cornea während des Kontaktlinsentragens, Maßeinheit: DK-Wert

 

Sauerstoffmangel

Sauerstoffmangel der Cornea tritt z. B. bei stark verunreinigten, schlecht gepflegten Kontaktlinsen auf; hochgefährlich für das Auge

 

Schimmelpilze

ubiquitär vorkommende z. T. humanpathogene Krankheitserreger, in der Kontaktlinsenanpassung z. B. Aspergillus niger, Aspergillus fumigatus

 

Schirmer-Test

Methode zur Prüfung der Tränenmenge

 

Serratia marcescens

„Hostienpilz“ , in der Kontaktlinsenhygiene humanpathogenes Bakterium

 

Silikon- MMA – Copolymere

Zur Herstellung hochdurchlässiger formstabiler Kontaktlinsen

 

Solubilisierung

„ Wasserlöslich – machen“ von Ablagerungen ( auf Kontaktlinsen ) mit Hilfe von Tensiden („ Mizellbildung“)

 

Soor

Infektion der Mundschleimhaut mit Candida albicans (Hefepilz)

 

Sorbinsäure

veralterter Konservierungsstoff

 

Sporen

hartnäckige Überdauerungsformen von z. B. Pilzen und Bakterien, oft relativ unempfindlich gegenüber vieler Konservierungsstoffen

 

Staphylokokken

hochpathogene Bakterien, häufig Verursacher von Augeninfektionen

 

Sterilisation

Abtöten, Inaktivieren oder Entfernen aller Mikroorganismen

 

Streptokokken

hochpathogene Bakterien

 

Substrat

Bei Enzymreaktionen diejenige Substanz, die aufgespaltet oder umgesetzt wird

 

Subtilisin

Gruppe von proteolytischen Enzymen, Einsatz in der Kontaktlinsenhygiene in Proteinentfernern

 

Taurin

Aminosäure mit antioxidativen und osmostabilisierenden Eigenschaften u. a. am Auge, in modernen ALL- in One – Kontaktpflegemitteln

 

TAZ

Tränenaufrisszeit, „ Break – up – Time „ (BUT), Test zur Qualitätsbeurteilung des Tränenfilms

 

Tenside

Chemische Verbindung mit oberflächenaktiver Wirkung; in der Kontaktlinsenhygiene z.B. in manuellen Oberflächenreinigern zur Reinigung der Kontaktlinsenoberfläche von lipophilen Ablagerungen eingesetzt; Reinigungswirkung beruht auf den Phänomenen „ Desorption“ und „ Solubilisierung“

 

Thermische Desinfektion

Hitzedesinfektion

 

Thiomersal

Häufig verwendeter Konservierungsstoff in der Ophthalmologie und Kontaktlinsenhygiene

 

Tonizität

Salzgehalt einer Flüssigkeit; Tränenfilm:0,9 bis 1,0%ige Salzlösung

 

toxisch / Toxizität

giftig / Giftigkeit

 

Transmissibilität

Durchlässigkeit eines Materials in Abhängigkeit von der Mittendicke des Gegenstands (z. B. Sauerstofftransmissibilität einer Kontaktlinse)

 

Ulkus

Geschwür

 

VA

Vinylalkohol; hydrophiles Monomer bei der weicher Kontaktlinsen mit höherem Wassergehalt

 

Virus

pathogener Partikel, kein selbständiger Organismus, verfügen über keinen eigenen Stoffwechsel, obligate Zellparasiten. Augenpahogene Viren z. B. Adenoviren (Keratokonjunktivitis epidemica) , Herpesviren (Herpes – Keratitis)

 

viskos / Viskosität

viskös, zähflüssig / „ Zähflüssigkeit“, Kontaktlinsenlösungen sollten eine dem Tränenfilm ähnliche Viskosität aufweisen.

 

Vitamin

essentielle Substanz für den menschlichen Körper, der mit der Nahrung zugeführt werden muss; in der Kontaktlinsenhygiene als Indikatorsubstanz bei Wasserstoffperoxidsystemen verwendet

 

VP

Vinylpyrrolidon, hydrophiles Monomer bei der Herstellung weicher Kontaktlinsen mit höherem Wassergehalt

 

Wasserstoffperoxid

H2O2 ; chemische Substanz zur Desinfektion weicher Kontaktlinsen

 

Wasserstoffsuperoxid

Veralteter Ausdruck für Wasserstoffperoxid

 

Xerogel

trockenes Hydrogel

 

 

Zytotoxität

Giftwirkung (Toxizität) einer Substanz auf Zellen